Eine laange Zugfahrt

Im Moment sitze ich in einem Nachtzug auf dem Weg von Braşov, zurück nach Budapest, denn es gab eine kurzfristige Plan Änderung. Ich werde nicht nach Bikafalva gehen, weil diese Stelle kurzfristig abgesagt hat. Stattdessen gehe ich nach Satu Mare, diese Stadt liegt im Nordwesten von Rumänien, im Dreiländereck Rumänien Ungarn, Ukraine. Dort werde ich in einem Jesuitengymnasium mit angeschlossenem Kindergarten meinen Dienst leisten. Ich bin froh, da ich jetzt wieder eine Stelle sicher hab, weil bis Donnerstag war es noch nicht klar, ob es so wirklich klappt, wie der ICE sich das vorgestellt hat. Aber wie gesagt nun bin ich wieder an der Grenze zu Ungarn um nach Budapest zurück zu fahren. Dort treffe ich auf meine Ansprechpartnerin Judith Muskovszki um mit ihr noch ein paar Tage zu verbringen. Eventuell fahre ich morgen Abend oder Übermorgen früh (also Donnerstag oder Freitag) schon mit dem Direktor mit, wenn er mich mitnimmt.

Zug fahren ist in Rumänien sehr merkwürdig. Zum ersten ist es völlig egal wo man sitzt, aber man muss scheinbar einen Platz reserviert haben. Dann gibt es einfach keine Ansagen, das heißt der Zug hält irgendwann aber man weiß einfach nicht wo man ist, weil die Bahnhöfe sind entweder nicht beleuchtet (was sich nachts schlecht macht) oder sie haben einfach kein Schild wo draufsteht wo man ist. Zudem kommt auch noch, dass mein Zug im Moment etwa 70 Minuten Verspätung hat, ohne dass wir irgendwo unplanmäßig zum Stehen gekommen sind. Es weiß auch keiner wie viel wir zu spät sind. Meine Mitfreiwillige Julia (sie geht nach Timişoara) und ich sind bald verzweifelt. Sie musste schon in Arad aussteigen und wir wussten nicht wo wir waren, also standen wir eine gefühlte Stunde an der Tür, weil wir keinen Plan hatten. Ich hab Glück Budapest ist die Endstation;). Ich hätte nie gedacht, dass ich so was mal sage, aber ich vermisse die Deutsche Bahn.

Auf der Hinfahrt hatten wir auch viel Spaß, da unser Nachabteil komplett mit unserem Gepäck vollgestellt war, das heißt wir sind irgendwie über unsere Koffer in die Betten geklettert und ja es war sehr Kuschlig und warm.

Das Seminar Braşov war total schön, Braşov ist einfach eine wunderschöne Stadt. Wir haben sehr viel gesehen und auch ein bisschen was über Rumänien z. B. das es in jedem Café oder Restaurant freies Wlan gibt. Es war immer sehr lustig, wenn wir in ein Restaurant kamen, waren alle Smartphones draußen, da wir in unserer Unterbringung kein Wlan hatten. Was auch noch wichtig zu wissen ist, ich hab eine Stunde Zeitverschiebung, das heißt bei mir ist jetzt schon 7:37 aber ich fahre noch zwei Stunden wenn ich planmäßig um 8:40 in Budapest ankomme. Was man noch sagen kann, ist, dass Rumänien eine wunderschöne Landschaft hat. Auf der einen Seite ist alles unglaublich weit und auf der anderen Seite hat man die Kaparten. Und zwischendrin sind einfach Dörfer oder Städte.

SO das soll fürs erste reichen. Ich bin auch ganz schön Müde weil Julia und ich uns mit schlafen abgewechselt haben, damit einer ein Auge auf unser Gepäck haben kann, man weiß ja nie. Also meine Nacht war weniger erholsam. Zumal ich sie planmäßig um 5:17 ausgestiegen wäre und ab da Angst hatte ihren Bahnhof zu verpassen. 

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Ich bin 18 Jahre alt und gerade mit dem Abitur fertig und will vor dem Studium noch was sinnvolles machen, etwas neues entdecken ;) Deshalb gehe ich für ein Jahr nach Rumänien und leiste einen Internationalen Jugend Freiwilligendienst.